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Heilig Geist Kirche Fulda

 

Die heutige Pfarrkirche zum Heiligen Geist wurde in den Jahren 1729 bis 1733 als Hospitalkirche an der Stelle ihrer gotischen Vorgängerin aus dem 13. Jahrhundert erbaut.
Über dem Eingangsportal ist das Wappen ihres Bauherrn zu sehen, des Fürstabtes Adolph von Dalberg, mit der Widmungsinschrift:


TERTIAE SS. TRINITATIS PERSONAE ET PAUPERIBUS
PATRIAE HAS AEDES POSUIT S . R . I .
PRINSEPS ADOLPHUS A DALBERG


(der dritten Person der Heiligsten Dreifaltigkeit und den Armen des Vaterlandes hat dieses Gebäude errichtet des Heiligen Römischen Reiches Fürst Adolph von Dalberg.)
Das Giebelfeld der Fassade ist, dem entsprechend, mit einer Taube, der Symbolgestalt des Heiligen Geistes, in einem großen Strahlenkranz gekrönt.

Betritt man den Innenraum der Kirche, der wie ein weiter, festlicher Saal wirkt, sieht man vorne rechts und links je einen schräg gestellten Seitenaltar mit barock nachempfundenen lebensgroßen Holzplastiken der Madonna mit Kind und dem heiligen Josef mit dem Winkelmaß, Zeichen seines Berufes als Zimmermann.
Der Blick des Betrachters wird jedoch zum Hauptaltar hingelenkt, über dem noch einmal die Taube als Symbol des Heiligen Geistes erscheint, in einer Gloriole aus Wolken und Engelsköpfchen. Das Altarbild selbst ist ein Gemälde des Fuldaer Hofmalers Emmanuel Wohlhaupter (1683-1756) und stellt das Pfingstwunder dar: die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Jesu. Das Gemälde erscheint als die ins Bild gebrachte Erfüllung der Bitten der Pfingstsequenz:


Veni, Sancte Spiritus, Komm, Heiliger Geist,
Veni, pater pauperum, Komm, du Vater der Armen,
Veni, dator munerum, Komm, du Geber aller Gaben,
Veni, lumen cordium! Komm, du Licht der Herzen!


Der Hochaltar erweist sich so als Schnittpunkt, in dem sich Vertikale und Horizontale treffen. Wie ja die Kirche nicht nur dem Heiligen Geist und damit der Anbetung Gottes gewidmet ist, sondern auch den ``Armen des Vaterlandes´´.
Das zeigt sich auch unübersehbar darin, dass die Kirche zum Heiligen Geist den Mittelpunkt eines Gebäudekomplexes bildet, der seit seiner Erbauung sozialen und karitativen Aufgaben dient:
Gottesdienst und Dienst am Menschen sind nicht voneinander zu trennen.
Die Früchte des Heiligen Geistes, des Geistes der Liebesfülle Gottes, sind nämlich, schreibt Paulus an die christliche Gemeinde in Galatien:
´´Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte.`` (Gal 5,22)

 

 

Hochaltar

 

 

 

 

Josefsaltar
Marienaltar
Altar
 

Holzplastiken Seitenwände

St. Margaretha mit Krone, Palme und Kreuzstabzoom
St. Margaretha mit Krone, Palme und Kreuzstab

Diaschau  

von der Heilig-Geist-Kirche in Fulda

 
St. Barbara mit Krone, Kelch und Schwertzoom
St. Barbara mit Krone, Kelch und Schwert
 

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